
Jemand anderes werden, sich greifbar verändern, zählt zu den motivierendsten Zielen des Menschen. Es beginnt mit der äußeren Hülle. Dabei können wir Merkmale unseres Charakters unterstreichen oder verbergen. Täglich stehen wir vor unseren Kleiderschränken, doch erstmalig öffnete sich am 31. Januar das Bockenheimer Depot der Städtischen Bühnen Frankfurt, um nach und nach Hunderte von Kostümjäger*innen einzulassen. Besonders auffällig: fast ebensoviele Masken standen zum Verkauf!
Ja, es ist bestimmt wahr: Kostüme (Verkleidungen) sind eine Unterstützung, wenn man im weitesten Sinne spielerisch eine Annäherung unternimmt, jemand oder etwas anderes zu sein. Sie hören dann vielleicht zeitweilig auf, „nur“ eine äußere Hülle zu sein, die unsere Charaktermerkmale entweder betont oder verbirgt. Aber schön ist natürlich auch, wenn man eine Vorstellung davon hat, wer man ist, und auch noch damit einverstanden ist, dass und wie man der ist, der man ist.